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Interessenvertretung

Spahn sinniert über Bundespflegekammer

Angesichts der geplanten Gründung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen erwägt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch bundesweit so eine Einrichtung. »Pflege braucht eine gute Interessenvertretung. Kammern können dafür eine Lösung sein«, sagte Spahn der »Rheinischen Post«.
dpa
10.01.2019
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In Nordrhein-Westfalen soll eine solche Kammer errichtet werden, in anderen Bundesländern gibt es bereits solche Einrichtungen ähnlich den Ärztekammern. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte für sein Land gestern einen entsprechenden Gesetzentwurf vor der Sommerpause angekündigt. Das Gesetz solle 2020 in Kraft treten. Die Fachkräfte im Land hatten laut einer Umfrage mit großer Mehrheit die Gründung einer Pflegekammer befürwortet.

Spahn sagte der Zeitung, im Bund müsse so eine Einrichtung – so wie in NRW geplant – von den Pflegekräften getragen werden. »Nur mit diesem Rückhalt ist eine Interessenvertretung schlagkräftig – auch auf Bundesebene.«

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, tritt schon seit Jahren für Pflegekammern ein – auch bereits vor seinem derzeitigen Amt. Der »Rheinischen Post« sagte er nun: »Ich hoffe sehr, dass die Gründung einer Pflegekammer nun auch in Nordrhein-Westfalen die letzten Dämme für eine Bundespflegekammer bricht.« Er rief die Pflegeverbände dazu auf, analog zur Bundesärztekammer eine eigene Institution zu schaffen – als Ansprechpartner für die Politik und für mehr Zusammengehörigkeit aller Pflegefachkräfte.

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