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Wirtschaftliche Entwicklung

Apotheker fordern Planungssicherheit

Die Apothekeninhaber blicken ihrer Zukunft zunehmend skeptisch entgegen. Bei einer Pressekonferenz der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände im Vorfeld des Deutschen Apothekertags (DAT) 2018 präsentierte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt die aktuellen Zahlen der Meinungsumfrage Apothekenklima-Index 2018.
Caroline Wendt
09.10.2018
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Nachdem sich in den Jahre 2013 bis 2016 die relative Apothekenvergütung der Inflation angepasst hat, hänge sie nun der allgemeinen Preisentwicklung und der GKV-Vergütung hinterher, berichtete der Präsident. Auch die Tariflöhne müssten angepasst werden. »Es muss dringend gelingen, diese Honorarblockade zu durchbrechen, gerade vor dem Hintergrund des Personalmangels in den Apotheken«, betonte Schmidt. Doch dafür fehle es den Apothekern an Planungssicherheit. Sieben von zehn Apothekeninhabern rechnen damit, dass sich die Branche verschlechtern werde, ein Viertel erwarte sogar eine »deutliche Verschlechterung«.

Für die eigene Apotheke sehen die Apotheker ihre Perspektiven eher negativ. »Es ist eine pessimistische Grundeinstellung eingezogen«, konstatierte Schmidt. Fast jeder zweite Apotheker erwarte eine schlechtere Lage für seine Apotheke, und nur rund 21 Prozent eine positive Zukunft.

Investitionen werden trotzdem getätigt: 55 Prozent der Inhaber wollen in die EDV, die Technik und die Apothekenräume investieren. Dies sei oft auch zwingend notwendig und liege nicht immer in der Entscheidungsgewalt des Inhabers.

Ein eindeutiger Abwärtstrend sei bei der Eröffnung von Filialen zu beobachten, berichtete Schmidt weiter. Nur noch jeder 20. der 500 befragten Apotheker könne sich eine Filialeröffnung oder -übernahme vorstellen. »Die Apotheker sind vorsichtiger geworden und können den Aufwand, den eine Filiale verursacht, besser einschätzen«, so der ABDA-Präsident.

Foto: Infinitemarketing/Alois Müller

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