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SPD pro Zuckersteuer

Preisaufschlag auf Süßes

Mit einer Zuckersteuer will die SPD Übergewicht bei Kindern entgegenwirken. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für eine solche gezielte Abgabe auf Lebensmittel ausgesprochen, die vor allem Kinder dick machen.
Ev Tebroke
09.10.2018
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Der Zeitung »Rheinische Post« sagte er: »Für eine Zuckersteuer bin ich, wenn sie gezielt auf Lebensmittel erhoben wird, die für Kinder produziert werden, wie Soft-Drinks, und wenn das zusätzlich eingenommene Geld in gleicher Höhe in preiswerte Alternativen fließt.« Neben einer Aufklärung der Eltern brauche es auch eine Lebensmittelkennzeichnung in Ampelform, die Kinder verstehen, betonte der Fraktionsvize.

Der Ruf nach einer solchen Steuer ist nicht neu. Im Frühjahr hatten sich bereits die Ärzte auf dem Deutschen Ärztetag für eine solche Methode ausgesprochen, um für Kinder den Verzehr überzuckerter oder zu fettiger Lebensmittel unattraktiver zu machen. Die Ärzteschaft äußerte sich besorgt darüber, dass 15,4 Prozent der Kinder übergewichtig und allein 5,9 Prozent adipös sind. Der Ärztetag forderte daher die Regierung in einer Entschließung auf, »geeignete gesetzgeberische Maßnahmen der Besteuerung und Lebensmittelkennzeichnung zu ergreifen, um den Verzehr ungesunder Lebensmittel, insbesondere durch Kinder und Jugendliche, zu reduzieren«.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kann bereits eine Preiserhöhung um 20 Prozent auf stark gesüßte Getränke dazu führen, dass der Konsum um 20 Prozent sinkt. Laut Ärzteschaft hatte beispielsweise in Mexiko 2014 eine Zuckersteuer von 5 Cent pro Liter auf Softdrinks und Co den Konsum dieser Getränke um 6 Prozent reduziert. 

Die Regierung hat im Koalitionsvertrag angekündigt, mit den Beteiligten ein Konzept erarbeiten zu wollen, um den Zucker-, Fett- und Salzgehalt in Fertigprodukten zu verringern.

Foto: Shutterstock

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