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Neuigkeiten von Pharmatechnik

Eine Direktbestell-App, eine neue Kooperation und Lösungen für Securpharm: Eine Reihe von Neuheiten präsentiert das Unternehmen Pharmatechnik dieses Jahr auf der Expopharm in München.
Christina Hohmann-Jeddi
11.10.2018
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»Der Kampf gegen den Versandhandel wird von den Apothekern vor den Kunden entschieden und vermutlich nicht regulatorisch«, sagte Lars Polap von Pharmatechnik bei einer Presseveranstaltung. Die Apotheker müssten sich daher um die Verbraucher noch stärker kümmern. Auf Verbraucherfreundlichkeit hin wurde die App »Meine Apotheke« von Pharmatechnik überarbeitet. Bestellt ein Kunde bei seiner Apotheke ein Präparat über diese App, erhält er eine sofortige Benachrichtigung, ob das Präparat vorhanden ist. Zudem wird ihm mitgeteilt, wann das Arzneimittel abgeholt beziehungsweise per Botendienst geliefert werden kann. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls über die App. »Es gibt etwa zwölf Vorab-Bestell-Apps von verschiedenen Anbietern«, so Polap. Diese hätten allerdings den Nachteil, dass die eingehenden Bestellungen vom Apothekenpersonal bearbeitet werden müssen, weshalb Kunden auf eine Benachrichtigung eine gewisse Zeit warten müssen.

Da bei »Meine Apotheke« die Bestellfunktion in die Apotheken-EDV und -Prozesse integriert ist, kann die Bestellung ohne Medienbruch und ohne Zeitverlust sofort bearbeitet werden, berichtete Polap. Ab 22. Oktober wird die überarbeitete Version in App-Stores zur Verfügung stehen, sodass Pharmatechnik-Apotheken sie ihren Kunden anbieten können.

Die sofortige Verfügbarkeit ist das Pfund der Vor-Ort-Apotheke, so Polap. Diese zu verbessern, könne mit dem autonomen, selbst lernenden Warenwirtschaftssystem IXOS RX 4.0 erreicht werden. Das mithilfe eines Algorithmus das Lager optimierende System stellte das Unternehmen vergangenes Jahr auf der Messe vor. In den vergangenen zwölf Monaten konnte das Unternehmen 1000 Apotheken mit diesem Künstliche-Intelligenz-Ansatz versorgen.

Eine weitere Neuheit ist, dass Pharmatechnik nach Omnicell nun auch eine Kooperation mit einem zweiten Herstellerunternehmen von Kommissionierautomaten, der Firma Rowa, eingegangen ist. Das berichtete der Geschäftsführende Gesellschafter von Pharmatechnik Detlef Graessner. Pharmatechnik hat für das Unternehmen den Vertrieb der Automaten übernommen. Pharmatechnik-Kunden, die sich für einen Kommissionierautomaten interessieren, können sich daher beim Vertrieb darüber informieren lassen. Apotheken, die bereits ein solches Gerät haben, könnten von der neuen Kooperation auch profitieren, da sie nun aus einer Hand betreut werden, so Polap.

Für Securpharm könne man den Kunden auch bereits eine Lösung anbieten. »Das Informationsbedürfnis zu diesem Thema ist groß. Das spüren wir auf der Messe«, sagte Polap. Das Unternehmen bietet daher umfangreiche Informationspakete und Schulungen für das Apothekenpersonal an. Direkt nach Securpharm stünde das nächste große Thema an: der Anschluss an die Telematik-Infrastruktur. Auch hierfür habe man schon ein Angebot entwickelt, das die Belastungen für die Apotheken gering halten soll.

Zudem plant Pharmatechnik ein neues Geschäftsfeld, für das eigens das unternehmen Süddeutsche Factoring gegründet wurde. Es kauft Privatrechnungen von Zahnärzten auf und übernimmt dann die Abrechnung mit den Patienten. Dies wolle man in Zukunft auch auf die Apotheken ausweiten, berichtete Graessner.

Foto: Infinitemarketing/Alois Müller

 

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