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Berufsnachwuchs

Mehr Austausch, bessere Förderung

Eine intensivere Förderung des Berufsnachwuchses, auch des berufspolitischen Nachwuchses – dafür wollen sich die Apotheker einsetzen. Das hat der Deutsche Apothekertag 2018 in München beschlossen.
Verena Arzbach
Brigitte M. Gensthaler
12.10.2018
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Der entsprechende Antrag der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), den die Delegierten mit großer Mehrheit annahmen, sieht vor, zukünftig Nachwuchs-Initiativen der einzelnen Kammern und Verbände zu sammeln und im Sinne einer Ideenbörse den anderen Mitgliedsorganisationen zur Verfügung zu stellen.

Dies solle allen Kammern und Verbänden Einblicke in die andernorts genutzten Modelle zur Nachwuchsförderung geben und diese somit anregen, die eigenen Bemühungen zu evaluieren und eventuell zu intensivieren. AKWL-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening sagte dazu: »Bisher gibt es keinen regelmäßigen Austausch, das Thema Nachwuchs geht im Alltag oft unter.« Sie appellierte an ihre Kollegen: »Lassen Sie uns dazulernen, wie wir den Nachwuchs besser fördern können.« Auch der Präsident des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD), Max Willie Georgi, unterstützte den Antrag. »Die Organisationen und jungen Apotheker sind untereinander kaum vernetzt. Von einem Ideenaustausch können alle profitieren.«

 

Auch die Forschung und Lehre an pharmazeutischen Instituten wollen die Delegierten stärken. Dazu folgten sie mit großer Mehrheit einem Antrag der Apothekerkammer Berlin, dass in jedem pharmazeutischen Institut jedes Prüfungsfach – und insbesondere das Fach Klinische Pharmazie – von mindestens einer W3-Professur mit ausreichendem akademischen Mittelbau vertreten sein muss. Diese Professur sollte bevorzugt mit einem Apotheker besetzt sein. Dass Qualität Geld kostet, ist klar: Die Landesregierungen müssten dafür genügend Mittel zur Verfügung stellen.

Foto: Fotolia/eventyfour

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