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Gebärmutterhalskrebs

In Australien wird er selten

Australien liegt im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs weit vorn: Einer aktuellen Berechnung zufolge könnte die Anzahl der Neuerkrankungen bis zum Jahr 2028 auf 4 pro 100.000 Frauen gesenkt werden – ein Erfolg der flächendeckenden Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV).
Christina Hohmann-Jeddi
09.10.2018
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Schon jetzt liegt die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs in Australien sehr niedrig, nämlich bei 7 pro 100.000 Frauen. Ein Grund hierfür ist, dass in dem Land seit 1991 ein Pap-Screening-Programm läuft, das auch gut angenommen wird. In den folgenden Jahrzehnten sank die Zahl an Gebärmutterhalskrebs-Neuerkrankungen um 50 Prozent. Den aktuellen Daten zufolge, die ein Team um Michaela T. Hall vom Cancer Council NSW in Sydney im Fachjournal »The Lancet Public Health« vorstellt, wird die Inzidenz noch weiter sinken. Der Grund: In Australien läuft bereits seit 2007 ein Impfprogramm gegen HPV für Schulkinder, mit dem hohe Impfquoten erreicht wurden – bei beiden Geschlechtern, denn ab 2013 werden auch die Jungen gegen HPV geimpft. Die Erfolge aus dem HPV-Impfprogramm werden jetzt für die kommenden Jahre erwartet.

Einen weiteren Effekt wird den Forschern zufolge die Umstellung des Screenings vom jetzigen Pap-Test auf einen HPV-Test haben. Diese soll die Inzidenz um weitere 20 Prozent senken. Insgesamt könnte, wenn die Akzeptanz und Wirksamkeit der Maßnahmen anhalten, bis zum Jahr 2034 die Zahl der Todesfälle durch Zervixkarzinom auf 1 pro 100 000 Frauen reduziert werden.

Foto: YourPhotoToday

DOI: 10.1016/S2468-2667(18)30183-X

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