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Chemotherapie

Haarverlust kann jahrelang anhalten

Eine zytotoxische Chemotherapie kann nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft zum Haarverlust führen. Drei Jahre nach einer Brustkrebstherapie berichten mehr als 40 Prozent der Frauen über mangelndes Haarwachstum, so das Ergebnis einer koreanischen Studie.
Brigitte M. Gensthaler
08.01.2019
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Eine Zytostatikatherapie lässt bei vielen Patienten die Haare ausfallen – das ist eine der am meisten belastenden Nebenwirkungen einer Krebstherapie. Nach Behandlungsende wachsen die Haare in der Regel wieder. Wenige Daten gibt es allerdings zum anhaltenden Haarausfall.

Wissenschaftler aus Korea und den USA untersuchten dies in einer prospektiven Kohortenstudie. 61 erwachsene Frauen mit frühem bis fortgeschrittenem Brustkrebs wurden an der Brustkrebsklinik am Samsung Medical Center in Seoul, Korea, von Februar 2012 bis Juli 2013 mit einer adjuvanten Chemotherapie (CTX) behandelt. Ihre Haarfülle und -dicke wurde vor Beginn gemessen und drei Jahre nachverfolgt.

Nach sechs Monaten berichteten knapp 40 Prozent der Frauen über dauerhaften Haarverlust; nach drei Jahren waren es 42,3 Prozent. Bei den meisten Frauen wuchs das Haar nicht mehr vollständig nach. Patientinnen, die eine Taxan-basierte CTX bekommen hatten, waren häufiger betroffen. Häufigstes Haarproblem nach drei Jahren war dünnes Haar (75 Prozent der Frauen), gefolgt von vermindertem Haarvolumen (53,9 Prozent), allgemeinem Haarausfall und grauem Haar (jeweils 34,6 Prozent).

Dauerhafter CTX-induzierter Haarverlust sei eine häufige Nebenwirkung bei Brustkrebspatientinnen, folgern die Forscher um Danbee Kang. Die Ärzte sollten die Frauen vor der Therapie darüber aufklären und unterstützende Maßnahmen anbieten, um die Lebensqualität möglichst wenig zu belasten.

 

DOI: 10.1634/theoncologist.2018-0184

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