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Nasen-Rachen-Mikrobiom

Bakterieller Schutzschild gegen Grippe

Die Zusammensetzung des Mikrobioms in Nase und Rachen entscheidet mit darüber, ob ein Mensch für eine Grippeinfektion anfällig ist oder nicht. Eine praktische Bedeutung hat dieser Befund aus einer Beobachtungsstudie in Nicaragua zunächst nicht. Prinzipiell könnte das Mikrobiom aber vielleicht als Schutzschild gegen die Grippe in Stellung gebracht werden.
Annette Mende
11.01.2019
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Die Zellen der Atemwege sind bei einer Grippeinfektion sowohl Eintrittspforte als auch erster Vermehrungsort des Erregers. Diese Zellen sind besiedelt von einer komplexen bakteriellen Lebensgemeinschaft, dem nasalen/oropharyngealen Mikrobiom. Durch eine Regulation der Immunantwort könnten die kommensalen Bakterien dazu beitragen, eine Infektion mit dem Influenzavirus abzuwehren. Diese Überlegungen stellt eine Gruppe um Kyu Han Lee von der University of Michigan aktuell im Fachjournal »PLOS one« an.

Die Wissenschaftler untersuchten daher in einer Studie in 48 nicaraguanischen Haushalten, ob eine bestimmte Zusammensetzung des Mikrobioms die Wahrscheinlichkeit einer Influenzainfektion hebt oder senkt. In den Haushalten, in denen jeweils eine Indexperson an Grippe erkrankt war, kam es in der Folge zu 71 Ansteckungen. Die Forscher identifizierten abhängig von bestimmten dominierenden Bakterienarten fünf verschiedene Mikrobiom-Typen, von denen einer vor einer Infektion zu schützen schien. Träger dieses Typs waren in der Hauptsache Erwachsene. Sie erkrankten trotz des häuslichen Kontakts mit der Indexperson seltener selbst an Grippe als Träger der anderen Typen.

Frühere Studien hatten darauf hingedeutet, dass sich die bakterielle Besiedelung des Nasen-Rachenraums während einer Grippeerkrankung unvorteilhaft verändert. So konnte gezeigt werden, dass häufige Erreger bakterieller Lungen- oder Mittelohrentzündungen wie Streptococcus pneumoniae und Staphylococcus aureus deutlich zunehmen – wahrscheinlich ein Grund für die erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Superinfektionen von Influenzapatienten. Die Forscher erfassten in ihrer Studie daher auch, ob beziehungsweise wie sich das Mikrobiom der Studienteilnehmer während des 13-tägigen Beobachtungszeitraums veränderte. Sie stellten große Veränderungen fest, allerdings nicht nur bei den Grippepatienten, sondern auch bei denjenigen, die gesund geblieben waren.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Mikrobiom in Nase und Rachen einem steten Wandel unterworfen ist, wobei eine bestimmte Zusammensetzung mit einer niedrigeren Erkrankungswahrscheinlichkeit an Influenza assoziiert ist. Ob es tatsächlich die Bakterien sind, die vor Grippe schützen, und ob sie sich womöglich präventiv einsetzen lassen, muss in künftigen Studien untersucht werden.

DOI: 10.1371/journal.pone.0207898

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