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Bundesverbandstagung

Pharmazie gestern, heute und morgen

19.11.2014
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Von Sascha Manier, Marburg / Pharmaziestudierende brauchen eine Stimme, die ihre Bedürfnisse und Anliegen vertritt. Um diese zu diskutieren, fanden sich vom 7. bis 9. November Vertreter von Fachschaften zur Bundesverbandstagung (BVT) des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) in Marburg ein.

Der erste Tag der BVT begann mit der Begrüßung der Delegierten durch den Präsidenten des BPhD, David Reiner, und dem anschließenden Festvortrag von Professor Dr. Michael Keusgen, Dekan der Pharmazie an der Universität Marburg. Keusgen stellte seine Expedition durch den Nahen Osten vor, in der er auf der Suche nach neuen Heilpflanzen unberührte und menschleere Landschaften vorfand. Mit vielen eindrucksvollen Bildern von Ländern schilderte er die Schönheit, welche diese Orte ausstrahlten und sogleich Austragungsorte politischer Konflikte sind. 

 

Nach einem Sektempfang ging es weiter mit einem Experimentalvortrag von Dr. Martin Schlitzer, Professor für Pharmazeutische Chemie an der Universität Marburg. Mit eindrucksvollen Experimenten zeigte er die Farbvielfalt und (Spreng-)Kraft, die in chemischen Reaktionen stecken kann. Ein großes Anliegen von Schlitzer war es, auch die Hintergründe der Reaktionen mit viel Witz näherzubringen. Im Anschluss gab Karsten Wabbel, Beauftragter des BPhD für das Praktische Jahr und Recht, eine Einführung in das Vereinsrecht und die Abläufe der Geschäftsordnung, die ein zentrales Element der BVT darstellt. Dabei wurde auch beispielhaft ein Antrag durchgespielt, der das Prozedere noch einmal verdeutlichte. Nach dem Abendessen ließ man den Abend bei einem Karaokeabend ausklingen.

 

Am Samstag hielt Professor Dr. Christoph Friedrich, Leiter des Institutes für Geschichte der Pharmazie an der Universität Marburg, einen Vortrag über die Geschichte der Pharmazie und des Apothekenwesens. Er informierte darüber, welche Rolle die Apotheker in der Gesellschaft bisher gespielt haben. Daraus leitete er einen Vorschlag für die weitere Entwicklung ab. Friedrich stellte dabei vor allem die Klinische Pharmazie in den Mittelpunkt, die den Apothekern eine neue Perspektive in ihrer gesellschaftlichen Rolle geben solle.

 

Neue BPhD-Präsidentin gewählt

 

Im Anschluss präsentierte BPhD-Präsident Reiner die Vereinsstrategie für die nächsten Semester. Es folgten die Berichte des Vorstandes und der Beauftragten, die ihre Arbeit seit der vergangenen BVT vorstellten. Nachdem diese Referate diskutiert wurden, berichtete Lisa Nothnagel, Young Pharmacist des BPhD, von ihren Plänen für ein Ehemaligen-Board. Dieses Forum soll junge Approbierte bis zwei Jahre nach ihrer Approbation in die Arbeit des BPhD miteinbeziehen, um das Studium nachhaltig verbessern zu können. Im folgenden Verlauf der BVT erfolgten Vorstandswahlen. Neue BPhD-Präsidentin ist Franziska Möllers (siehe Seite 50). Stephan Tang wird der neue Beauftragte für Internet und Presse und Alexander Nau ist zukünftig neue IPSF-Kontaktperson.

 

Philipp Nahidino stellte im Anschluss das alternative Prüfungsverfahren der Pharmazie in Tübingen vor. Hier werden die Klausuren während dem Semester benotet und die Staatsexamensprüfung in einem Kolloquium ähnlich dem Zweiten Staatsexamen durchgeführt. Das Verfahren wurde intensiv von den Fachschaften besprochen und analysiert. Es gab Bedenken bei der Benotung der Klausuren während des Semesters, allerdings konnte das System der Universität Tübingen deutliche Stärken gegenüber dem IMPP-System aufzeigen. Allen voran die Entkopplung von vorkalkulierbaren Noten, die durch die Beantwortbarkeit der Fragen vorab festgelegt werden kann.

 

Umfangreiches Workshop-Programm

 

Um die weitere Arbeit des BPhD in enger Zusammenarbeit mit den Delegierten zu entwickeln, gab es auch dieses Semester wieder Workshops. Diese beinhalteten unter anderem Themen zur Vereinsstrategie, zur Zusammenarbeit mit den Kontaktpersonen in den Fachschaften, zur unterschiedlichen Anzahl der Prüfungsversuche an den einzelnen Universitätsstandorten, zur Zukunft des Pharmaziestudiums und zum Twinnet-Programm der EPSA. Abends wurden Anträge des Vorstandes zur Geschäftsordnung und Anträge des Plenums an den Vorstand behandelt. So wurde ein Sicherheitsgremium eingerichtet, dass zur Not in der Lage sein soll, Mitglieder des Vorstandes, die grob fahrlässig dem Verein schaden, abzusetzen. Ferner wurde der Verlust des Prüfungsanspruches an Universitäten thematisiert, sowie der Pharmacup, ein Volleyballturnier zu den regelmäßigen Veranstaltungen des BPhD hinzugefügt.

 

BPhD beim FIP-Kongress

 

Der letzte Tag der BVT begann mit der Vorstellung des Jahresthemas »Das Studium von morgen« des Vorstandes, das auf einem Vorstandstreffen vom Vorstand selbst gewählt wurde, um die Arbeit zielgerichteter durchzuführen. 

Es folgte die Vorstellung des Kongresses des Weltapothekerverbandes FIP 2015 in Düsseldorf. Der BPhD wird sich an diesem Kongress beteiligen und ein Studentenpaket speziell für Studenten ausarbeiten, damit sie diese einmalige Möglichkeit durch eine Teilnahme wahrnehmen können. Es folgte Generalsekretärin Stephanie Bus, die die Ergebnisse aus ihrem Workshop vorstellte. Dabei stellte sich heraus, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Universitäten in Bezug auf Wiederholungsversuche für Klausuren und den Gebühren für den Antrag der Approbation bestehen. Dena Akbari, ESPA Liaison Secretary, präsentierte den EPSA-Jahreskongress in Toulouse und berichtete von der EPSA-Herbstversammlung in Tschechien. Maximilian Buch, Beauftragter für Lehre und Studium, stellte die Ergebnisse der Checkup-Umfrage zur Klinischen Pharmazie an den einzelnen Universitätsstandorten vor. Christian Roth, ehemalige IPSF-Kontaktperson, stellte anschließend den Jahreskongress der IPSF in Indien vor. Abschließend wurde noch der Austragungsort der übernächsten BVT gewählt. Dies wird die Stadt Münster sein. Dank an folgende Sponsoren der BVT in Marburg: Deutsche Ärzte Finanz, Noweda, Apobank, Emramed, DAV, Ravati, Apotheke und Marketing Springer Verlag, Bios, Hecht-Pharma, Govi, Hevert, Berlin-Chemie, Lehmanns, Sanotact, Ohropax, Em- eukal, Rausch, Katerkiller, Adexa, Phoenix, Sanacorp, DHU, Bayer Vital, CSL Behring, HAV – WDA, Infectopharm und LAK Hessen. /

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