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WHO

Tuberkulose stärker bekämpfen

18.10.2016
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dpa / Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert stärkere Anstrengungen im Kampf gegen Tuberkulose (TB). Das Gesamtausmaß der Epidemie sei einer verbesserten Erhebung zufolge größer als bislang gedacht. Das ist ein zentrales Ergebnis des Tuberkulose-Reports 2016, den die WHO in Washington und Genf vorstellte. Die Erkrankungsraten gehen demnach zwar zurück, aber nur ganz langsam. Dem Bericht liegen Daten aus 202 Ländern und Regionen zugrunde.

 

Etwa 10,4 Millionen Menschen waren 2015 weltweit an Tuberkulose erkrankt. 2014 hatte die WHO die Gesamtzahl noch auf 9,6 Millionen geschätzt. Vor allem in Indien waren jedoch nicht alle Fälle erhoben worden. 2015 starben schätzungsweise 1,8 Millionen Menschen an TB, 400 000 davon waren auch HIV-infiziert. Obwohl die Zahl der Todesopfer seit der Jahrtausendwende um 22 Prozent zurückging, zählt TB immer noch zu den zehn häufigsten Todesursachen auf der Welt.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) nannte die Zahlen schockierend. »Den betroffenen Ländern gelingt es nicht, Millionen Menschen mit TB zu diagnostizieren und zu behandeln«, kritisierte Greg Elder, Koordinator der Medizinkampagne von MSF. »Es muss einen massiven Anstieg der Bemühungen geben, oder Staaten werden weiterhin der tödlichen Erkrankung hinterherlaufen«, sagte WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan.

 

Auf Indien, Indonesien, China, Nigeria, Pakistan und Südafrika entfielen im vergangenen Jahr 60 Prozent aller Neuerkrankungen. »Der weltweite Fortschritt hängt vor allem von der Weiterentwicklung der Behandlung und Vorsorge der Tuberkulose in diesen Ländern ab«, so die WHO. Mehr als die Hälfte der neuen TB-Fälle betrafen Männer (5,9 Millionen), ein Drittel Frauen (3,5 Millionen) und ein Zehntel Kinder (1 Million). Rund 1,2 Millionen Neu­erkrankte waren zugleich HIV-positiv, das Gros von ihnen aus Afrika. Die WHO schätzt, dass fast 600 000 der Erkrankten Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben, mit denen die Tuber­kulose normalerweise therapiert wird.

 

Die Erkrankungsrate sank dem Report zufolge von 2014 auf 2015 um 1,5 Prozent. Um die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen, müsse bis 2020 jedoch ein Rückgang von 4 bis 5 Prozent pro Jahr erreicht werden, hieß es. Diese Ziele sehen vor, bis 2030 die Zahl der Todesfälle durch TB um 90 Prozent, die der Neuerkrankungen um 80 Prozent im Vergleich zu 2015 zu reduzieren. /

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