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Lunapharm

Mehrere Länder beliefert

22.08.2018
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Von Anna Pannen und Stephanie Schersch / In Griechenland gestohlene Medikamente sind in Apotheken in Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gelandet. Das ist der aktuelle Kenntnisstand in der Affäre um den Brandenburger Arzneimittelhändler Lunapharm. Im Potsdamer Landtag ging es derweil erneut um die Frage, wer wann wie viel wusste.

Lunapharm hat offenbar Apotheken in verschiedenen Bundesländern mit gestohlenen Medikamenten aus Griechenland beliefert. Nachdem bereits Anfang vergangener Woche klar geworden war, dass zwei Offizinen in Berlin die Mittel erhalten haben, meldete die Deutsche Presseagentur am Freitag, dass dasselbe auch für Apotheken in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gilt. Neben Apotheken haben auch zahlreiche Zwischenhändler die Präparate bezogen und weitergegeben. Welchen Weg die Arzneimittel von dort aus genommen haben, wird derzeit ermittelt.

Apotheken in Brandenburg seien nicht direkt von Lunapharm beliefert worden, sagte die brandenburgische Gesundheitsministerin Diana Golze (Die Linke) vergangene Woche im Rahmen einer Sondersitzung im Potsdamer Landtag. Lunapharm soll über Jahre gestohlene Krebsmedikamente aus Griechenland vertrieben haben. Da nicht sicher ist, ob die Präparate korrekt gelagert wurden, steht ihre Wirksamkeit infrage. Die zuständige Aufsichtsbehörde in Brandenburg hatte lange Zeit nicht durchgegriffen und dem Unternehmen erst vor Kurzem die Betriebserlaubnis entzogen. Golze musste sich deshalb vergangene Woche erneut für die Versäumnisse ihrer Behörde verantworten.

 

Sie erklärte, sich auf Aussagen ihrer Mitarbeiter verlassen, aber auch Entscheidungen getroffen zu haben, die sie »heute nicht mehr treffen würde«. Zurücktreten will Golze nicht. Im Juli hatte sie eine Task Force mit Experten aus Medizin, Pharmazie und Verwaltung einberufen, die bis Ende August einen Bericht vorlegen soll. Die Task Force soll unter anderem klären, ob es in Golzes Behörde zu Korruption gekommen ist. »Wir untersuchen detailliert, wann welcher Mitarbeiter welche Kenntnisse bekommen hat«, sagte Task Force-Leiter Ulrich Hagemann vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Golze erklärte, erst wenn es konkrete Beweise gebe, könne man Disziplinarverfahren gegen Mitarbeiter einleiten.

 

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) stellte sich im Landtag hinter seine Ministerin. Golze habe momentan sein vollstes Vertrauen, betonte er. Man arbeite intensiv an einer Aufklärung, müsse aber zunächst die Ergebnisse der Task Force abwarten. »Im Anschluss müssen wir die notwendigen Konsequenzen ziehen«, so Woidke.

 

Drei Stellen vakant

 

Während der Sondersitzung hatten Abgeordnete Zweifel daran angemeldet, dass die Brandenburger Behörden den Arzneimittelbereich derzeit überhaupt ausreichend kontrollieren können. Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Die Linke) räumte ein, dass momentan nur ein einziger GMP-Inspektor für alle brandenburgischen Apotheken zuständig ist. Drei weitere Stellen seien vakant. Das ist unter anderem deshalb problematisch, da für bestimmte Prüfungen zwei Inspektoren vorgeschrieben sind. Es sei leider nicht einfach, Bewerber zu finden, sagte Golze.

 

Auch auf Bundesebene schlagen die Vorkommnisse im Fall Lunapharm längst große Wellen. Die Arzneimittelexpertin der Linksfraktion im Bundestag, Sylvia Gabelmann, schreibt den Aufsichtsbehörden zumindest eine Teilschuld zu. Es gebe zu wenig Personal, kritisierte auch sie vergangene Woche. Gabelmann schlägt vor, eine länderübergreifende Arzneimittelaufsicht zu schaffen und stärker mit ähnlichen Behörden im EU-Ausland zusammenzuarbeiten. /

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