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Kakao

Naschen gegen hohen Blutdruck

21.08.2012
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Von Annette Mende / Wer regelmäßig Schokolade und Kakao verzehrt, senkt damit geringfügig seinen Blutdruck. Voraussetzung ist allerdings, dass das Naschwerk möglichst naturbelassen und dadurch reich an Flavanolen ist. Handelsübliche Schokoladensorten erfüllen diese Anforderung unterschiedlich gut.

Kakao hat einen besonders hohen Gehalt an Flavanolen wie Epicatechin, Catechin und Procyanidinen. Diese Pflanzeninhaltsstoffe regen in der Gefäßwand die Bildung von Stickstoff­monoxid an. In der Folge weiten sich die Gefäße und der Blutdruck sinkt. Wie groß der Blutdruck-senkende Effekt in der Praxis tatsächlich ist, wurde in der Vergangenheit mehrfach untersucht. Da diese Studien zum Teil widersprüchliche Ergebnisse lieferten, werteten Wissenschaftler der Cochrane-Collaboration in einer Metaanalyse jetzt 20 Untersuchungen mit insgesamt 856 Teilnehmern neu aus (doi: 10.1002/14651858.CD008893.pub2).

Die Analyse gestaltete sich schwierig, da die in Form von Kakaoprodukten konsumierte Menge an Flavanolen mit 30 bis 1080 mg pro Tag stark schwankte. Zudem erhielten teilweise auch Studienteilnehmer in den Vergleichsgruppen geringe Mengen an Flavanolen. Dennoch war die von den Forschern errechnete durchschnittliche Blutdrucksenkung um 2,77 mmHg systolisch und 2,2 mmHg diastolisch statistisch signifikant. Der Effekt war allerdings kurz­fristig: Er zeigte sich innerhalb von zwei Wochen, nicht jedoch in Studien mit längerer Dauer.

 

Rohkakao wird vor der Verarbeitung zu Schokolade in mehreren Schritten aufbereitet. Dieses sogenannte Prozessieren umfasst unter anderem das Rösten und Alkalisieren der Kakaobohnen sowie den Zusatz von Zucker, Milch, Vanillin und Emulgatoren. Die Verarbeitung beeinflusst nicht nur den Geschmack und die Konsistenz der Schokolade, sondern auch den Flavanol-Gehalt (siehe Kasten). Aus dem Ergebnis der vorliegenden Studie lässt sich daher keine konkrete Verzehrempfehlung ableiten. Generell sollten Gesundheitsbewusste aber dunkle Schokolade mit hohem Kakaogehalt und wenig Zuckerzusatz bevorzugen. / 

Warum Kakao?

Das Interesse am Kakao als Blutdrucksenker wurde durch eine kuriose Entdeckung geweckt. Bei den mittelamerikanischen Kuna-Indianern, die täglich drei bis vier Tassen Kakao trinken, kommt Bluthochdruck nämlich bis ins hohe Alter so gut wie nie vor. Ändern sie jedoch ihre Lebens­gewohnheiten und konsumieren weniger Kakao, steigt die Hypertonie-Prävalenz. Das Getränk, das die Kuna traditionell kalt und ungesüßt trinken, wird aus unbehandelten, getrockneten und pulverisierten Kakaobohnen zubereitet – und hat daher einen Geschmack, der europäischen Gaumen überhaupt nicht zusagt. Es enthält etwa 3,6 Prozent Flavanole. Zum Vergleich: Selbst dunkle Schokolade mit hohem Kakaogehalt enthält nur 0,5 Prozent Flavanole. Durch das Prozessieren des Rohkakaos kann der Flavanol-Gehalt auf weniger als 0,001 Prozent sinken.

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