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Notfallversorgung

Portalpraxen statt Notfallgebühr

25.07.2018
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Von Stephanie Schersch, Berlin / SPD-Fraktionsvize Professor Karl Lauterbach möchte die Krankenhäuser als Anlaufstelle in der ambulanten Versorgung stärken. Zudem schlägt er ein Sonderbudget vor, damit neue Patienten schneller einen Termin beim Facharzt bekommen.

In der Notfallversorgung muss sich etwas tun, darin sind sich alle einig. Wie eine Reform gelingen kann, ist allerdings umstritten. Zuletzt hatten die Ärzte eine hitzige Diskussion entfacht. So hatte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, vorgeschlagen, Patienten sollten unter bestimmten Bedingungen eine Abgabe in der Notaufnahme zahlen, um die häufig überfüllten Ambulanzen im Krankenhaus zu entlasten. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hatte zuvor bereits einen konkreten Betrag in Höhe von 50 Euro ins Spiel gebracht.

Ungleiche Belastung

 

Der Vorstoß war auf breite Kritik gestoßen. Auch Lauterbach hält nichts davon. Die SPD lehne eine solche Abgabe ganz grundsätzlich ab, sagte er vergangene Woche in Berlin. »Wir haben nicht die Praxisgebühr abgeschafft, um jetzt eine Gebühr für den Besuch in der Notaufnahme zu erheben.« Letztlich belaste eine solche Regelung vor allem Bürger mit geringem Einkommen und halte sie im Notfall unter Umständen sogar vom Besuch eines Krankenhauses ab. Hinzu kommt: Privat Versicherte könnten sich jederzeit ambulant in der Klinik behandeln lassen, so der Gesundheitsexperte. »Es ist nicht richtig, gesetzlich Versicherten dieses Recht zu verwehren.«

 

Lauterbach möchte stattdessen mehr sogenannte Portalpraxen in Krankenhäusern schaffen, in denen ambulante Fachärzte Patienten behandeln können. Über einen zentralen Tresen in der Klinik könnten geschulte Mitarbeiter dabei entscheiden, welche Patienten echte Notfälle sind und welche ambulant versorgt werden können.

 

Handlungsbedarf sieht der Gesundheitsexperte auch in der ambulanten Facharzt-Versorgung. Hier gebe es eine massive Fehlsteuerung, sagte er. So sei es für Fachärzte lukrativer, Patienten, die bereits in Therapie sind, im Rahmen eines Folgetermins erneut zu behandeln, als neue Patienten aufzunehmen. Daher sei eine Erstbehandlung häufig mit langen Wartezeiten verbunden. Lauterbach kann sich als Lösung für das Dilemma ein Sonderbudget vorstellen, das Anreize für den Erst mit einem neuen Patienten setzt. In diesem Punkt ist er offenbar auf einer Linie mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dieser hatte Anfang der Woche einen Gesetzentwurf vorgelegt, der unter anderem eine extrabudgetäre Vergütung für die Behandlung eines neuen Patienten in der Praxis vorsieht (lesen Sie dazu auch HIV-Prävention: Kassen sollen PrEP zahlen). /

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