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FSME

Süddeutschland ist Risikogebiet

23.04.2007
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FSME

Süddeutschland ist Risikogebiet

Von Christina Hohmann

 

Fast den gesamten Süden Deutschlands hat das Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt als Risikogebiet für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eingestuft. Die Ausweitung des Gebiets geht auf eine neue Erfassungsmethode und nicht auf eine geografische Verbreitung der FSME-Viren zurück.

 

Im Jahr 2006 wurden 564 FSME-Erkrankungen an das RKI gemeldet. 511 der Patienten infizierten sich in Deutschland mit dem FSME-Virus, davon etwa 53 Prozent in Baden-Württemberg, 36 Prozent in Bayern und 11 Prozent in Hessen. Vereinzelte Fälle traten in Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen auf, meldet das RKI im »Epidemiologischen Bulletin« 15/07 (Seiten 129 bis 134). Die Zahl der Erkrankungen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Sie lag 2006 doppelt so hoch wie im Jahr 2004 und betrug 114 Erkrankungen mehr als 2005.

 

Die Infektionen traten bis auf wenige Ausnahmen (32 Personen) in den bereits ausgewiesenen Risikogebieten auf, betont das RKI. Der Anstieg der Erkrankungszahlen gehe vermutlich auf vermehrte Freizeitaktivitäten im Freien, eine erhöhte Aufmerksamkeit der Ärzte und auf die klimatisch guten Bedingungen für die Überträger-Zecken zurück. Eine starke geografische Ausbreitung des Erregers sei nicht zu beobachten.

 

Dennoch hat das RKI die Endemieregion stark ausgeweitet: Insgesamt 129 Kreise sind jetzt als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Dies sind 39 Kreise in Baden-Württemberg (sieben neu ausgewiesen), 74 Kreise in Bayern (19 neu), acht Kreise in Hessen (drei neu), sieben Kreise in Thüringen (vier neu) sowie ein Kreis in Rheinland-Pfalz.

 

Grund für den Anstieg der Zahl der Kreise, die als Risikogebiete eingestuft wurden, sei der neue Definitionsansatz. Für die aktuelle Karte hat das RKI erstmals statt absoluter Fallzahlen eines Kreises die Inzidenz aus dem Fünfjahreszeitraum 2002 bis 2006 einer Kreisregion herangezogen. Somit werden zusätzlich zum Kreis alle Nachbarkreise mitberücksichtigt. Dies führte dazu, dass kleinere »Lücken« inmitten von bestehenden Risikogebieten aufgefüllt wurden, schreibt das RKI. So zum Beispiel eine größere Zahl von Stadtkreisen, die jetzt neu als Risikogebiet ausgewiesen wurden.

 

Für die von Flaviviren ausgelöste Erkrankung, die durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen gekennzeichnet ist, existiert keine kausale Therapie. Sie lässt sich jedoch durch eine aktive Schutzimpfung verhindern. Eine solche Immunisierung ist für gefährdete Personen in Risikogebieten sinnvoll. Die Ständige Impfkommisssion (STIKO) empfiehlt eine FSME-Schutzimpfung für Personen, die in ausgewiesenen Risikogebieten leben und zeckenexponiert sind, wie zum Beispiel Forst- und Landarbeiter. Außerdem sollten sich Menschen, die sich in der Zeckensaison von März bis Oktober in ihrer Freizeit viel im Freien aufhalten, impfen lassen. Dies gilt besonders für Kinder. Obwohl der Krankheitsverlauf bei Kindern im Allgemeinen milder ist als bei Erwachsenen, haben sie ein relativ hohes Risiko für Komplikationen und neuropsychologische Spätschäden. Auch Personen über 50 Jahre sollten auf ihren Impfschutz achten, rät das RKI. Sie haben ein hohes Risiko für eine Myelitis, die zu neurologischen Ausfällen oder lang anhaltenden Kopfschmerzen führen können. 

 

Auch Reisende in Risikogebiete, sowohl in Deutschland als auch im Ausland, sollten sich impfen lassen, empfiehlt das RKI. Die meisten FSME-Erkrankungen weisen Russland und Lettland auf. Hier kommen etwa 5000 bis 10.000 Fälle jedes Jahr vor. Ein hohes Infektionsrisiko besteht außerdem in Tschechien, Slowenien, Westungarn, Litauen und Polen. Auch in Estland, Österreich, Südostschweden, Kroatien, Albanien und der Schweiz existieren Naturherde.

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