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Pille danach

Bundesrat segnet Erstattungsregeln ab

01.04.2015
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Von Stephanie Schersch / Der Bundesrat hat vergangene Woche die Erstattungsregeln und das Werbeverbot für die rezeptfreie Pille danach abgesegnet. Auf OTC-Packungen Levonorgestrel-­haltiger Notfallkontrazeptiva müssen Apotheker indes noch eine Weile warten.

Für Frauen unter 20 Jahren übernehmen die Krankenkassen auch in Zukunft die Kosten für die Pille danach. Voraussetzung ist allerdings, dass die Betroffene beim Arzt war und ein Rezept vorlegen kann. Darüber hinaus winkten die Länder das Werbeverbot für Notfallkontrazeptiva durch. 

 

Hersteller dürfen für diese Präparate damit nur innerhalb der Fachkreise werben, nicht aber direkt bei Patienten. Das Heilmittelwerbegesetz wird dafür in § 10 Absatz 2 entsprechend ergänzt. Der Paragraf regelt ein Werbeverbot für bestimmte Arzneimittel, diese Vorgabe gilt künftig auch für die Pille danach.

 

Erstattungsregel und Werbeverbot sind im sogenannten Fünften SGB-IV-Änderungsgesetz verankert, das der Bundesrat vergangene Woche passieren ließ. Die Novelle soll unter anderem die Meldeverfahren in der Sozialversicherung vereinfachen. Die Regeln im Umgang mit der Pille danach wurden an das Gesetz angehängt, nachdem die Bundesregierung beschlossen hatte, einer Entscheidung der EU-Kommission aus dem Januar zu folgen und Notfallkontrazeptiva auch in Deutschland freizugeben. Inkrafttreten wird das SGB-IV-Änderungsgesetz nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt. Die Erstattungsregeln für junge Frauen gelten dann rückwirkend ab 1. März.

 

 

Keine OTC-Packungen

 

Seit 14. März ist die Pille danach offiziell verschreibungsfrei. Allerdings erhalten Frauen derzeit nur das Ulipristalacetat-haltige Ellaone® regulär ohne Rezept in der Apotheke. Ob Apotheker auch Notfallkontrazeptiva mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (Pidana®, Postinor® und Unofem®) ohne Verschreibung abgeben dürfen, ist immer noch unklar. Denn bislang gibt es das Arzneimittel nicht im OTC-Design.

 

Zwar hatte das Bundesministerium für Gesundheit Mitte März erklärt, Apotheker könnten Levonorgestrel-haltige Präparate rezeptfrei abgeben, obwohl die Verpackungen diese Medikamente noch als verschreibungspflichtig ausweisen. Doch das letzte Wort in dieser Frage haben die Aufsichtsbehörden der Bundesländer und die haben sich bislang nicht geschlossen dazu geäußert.

 

Trotz offizieller Freigabe weist die Apotheken-Software Notfallkontrazeptiva mit Levonorgestrel zum Teil noch als rezeptpflichtig aus. Gideon Richter hat den neuen Abgabestatus von Postinor zum 1. April in der EDV gemeldet. Packungen im OTC-Design wird es nach Aussage des Herstellers allerdings voraussichtlich erst ab Kalenderwoche 17 geben.

 

Auch Hexal hat Unofem zu Monatsbeginn als OTC in der Software gelistet. Wann entsprechende Packungen auf dem Markt sein werden, ist dem Unternehmen zufolge noch nicht abschließend geklärt. Das Gleiche gilt für Pidana im OTC-Design. Das Präparat soll laut HRA Pharma ab 15. April mit neuem Abgabestatus in der EDV erscheinen. /

Positive Testkäufe

Von Sven Siebenand / Apotheken haben bei Testkäufen zur Pille danach sehr positiv abgeschnitten. Eine Mitarbeiterin der Bonner Tageszeitung »General-Anzeiger« war in fünf Apotheken als Testkäuferin unterwegs und verlangte dort mit einer erfundenen Geschichte die Pille danach.

 

Jedes Mal erfolgte dabei eine umfangreiche Beratung mithilfe der Checkliste der Bundesapothekerkammer (BAK) für die Abgabe von Notfallkontrazeptiva in der Selbstmedikation.

 

Darüber hinaus haben die Apotheker offensichtlich sogar noch weitere Fragen gestellt, bevor sie bereit waren, die Pille danach abzugeben. Ferner ist positiv, dass die Apothekenmitarbeiter in den meisten Fällen auch auf eine diskrete Beratung, teilweise in einem Beratungszimmer, geachtet haben.

 

Ähnlich lief es bei Testkäufen des Fernsehsenders »RTL«. Diese waren vergangene Woche Teil eines längeren Berichts über die Antibabypille im Magazin »RTL Extra«. In acht Apotheken wurde von einer Testkäuferin die Pille danach verlangt. In der Sendung hatte sich ein Frauenarzt noch skeptisch über die Beratung zur Pille danach in den Apotheken geäußert. Das konnten die gefilmten Beratungsgespräche allerdings in keiner Hinsicht bestätigen. /

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