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Lieferengpässe weltweit

Pro Generika will mehr Sicherheiten

25.03.2015
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Von Anna Hohle / Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln gibt es in fast allen Ländern. Pro Generika hat nun Ursachen und Gegenmaßnahmen verglichen und kommt zu dem Schluss: In Deutschland haben es Generikahersteller besonders schwer.

Um Lieferengpässe bei Medikamenten zu verhindern, müssen sich hierzulande die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen ändern. Zu diesem Schluss kommt der Branchenverband Pro Generika, nachdem er eine Studie zum Vergleich von Lieferengpässen in verschiedenen Ländern in Auftrag gegeben hatte.

Das Institut IMS Health hatte dafür die Ursachen und die Maßnahmen zur Bekämpfung solcher Engpässe in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden, Finnland, den USA und Kanada verglichen.

 

Das wenig ermutigende Ergebnis: Keinem dieser Länder ist es bislang gelungen, Lieferengpässe gänzlich zu verhindern. Die Gründe für Engpässe seien überall dieselben, etwa Produktionsprobleme, eine plötzlich erhöhte Nachfrage sowie Preisdruck, erklärte der Chef von IMS Health Deutschland, Frank Wartenberg.

 

Von allen Gegenmaßnahmen sei der Ansatz, betroffene Akteure an einen Tisch zu bringen, noch am aussichtsreichsten, so Wartenberg. Andere Versuche wie die Einführung von Melderegistern und Mindestlagerbeständen hätten meist nur mittelmäßigen Erfolg.

 

Deutschland sei sowohl bei der Anzahl der Engpässe als auch der Gegenmaßnahmen weder Vorreiter noch Schlusslicht. Allerdings seien hierzulande die Rahmenbedingungen schlechter als anderswo, sagte Wartenberg. So seien deutsche Generika im internationalen Vergleich besonders billig, was die Hersteller unter Druck setze. Die Untersuchung habe ergeben, dass Medikamente unter Rabattvertrag auffallend häufig von Lieferengpässen betroffen sind.

 

Auch die Tatsache, dass die Zuschläge für Rabattverträge noch immer häufig exklusiv an nur ein Unternehmen vergeben würden, führe zu Lieferschwierigkeiten, betonte der Pro-Generika-Vorsitzende Wolfgang Späth. Selbst wenn mehrere Hersteller beauftragt würden, sei es für diese oft schwer einzuschätzen, wie viel der Einzelne produzieren müsse.

 

Kostendruck als Risiko

 

Es gebe keinen Königsweg, um Engpässe künftig zu reduzieren, so Späth. Der Kostendruck im Generikabereich sei jedoch das größte Risiko, weshalb es helfen würde, wenn diese Medikamente nicht immer billiger würden und Hersteller mehr Planungssicherheit bekämen. Auch dürfe sich der Zeitraum zwischen Patentablauf und erstem Rabattvertrag nicht immer weiter verkürzen. /

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