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Zu viel Cholesterol im Gehirn

10.01.2018
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Von Annette Mende / Cholesterol, das im Gehirn akkumuliert und Kristalle bildet, scheint bei Multipler Sklerose (MS) eine Rolle zu spielen. Einer Veröffentlichung im Fachjournal »Science« zufolge entstehen die Cholesterol-Kristalle beim Abbau der Myelinscheiden von Nervenfasern, einem für MS typischen Vorgang.

 

Die Kristalle lösen eine chronische Entzündung aus, die wiederum eine Regeneration der beschädigten Isolationsschicht rund um die Nervenfasern verhindert, wie das Team um Ludovico Cantuti-Castelvetri vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen berichtet (DOI: 10.1126/science.aan4183).

»Myelin hat einen sehr hohen Anteil an Cholesterol«, erklärt Seniorautor Professor Dr. Mikael Simons von der TU München in einer Pressemitteilung der Universität. Nach der Zerstörung der Myelinscheiden müsse das freigesetzte Cholesterol durch Fresszellen aus dem Gehirngewebe beseitigt werden. Bei MS-Patienten übersteigt die Menge des anfallenden Cholesterols die Kapazität der Fresszellen und es bilden sich Kristalle. Diese aktivieren in den Fresszellen den Proteinkomplex Inflammasom, der über die Freisetzung von Entzündungsmediatoren mehr Immunzellen anlockt – eine chronische Entzündung entsteht. »Ganz ähnliche Probleme treten auch bei Arteriosklerose auf, nur eben nicht im Gehirn­gewebe, sondern in den Blutgefäßen«, erläutert Simons.

 

Im Mausmodell stellten die Wissenschaftler fest, dass insbesondere bei älteren Tieren durch die Entzündung die Fähigkeit zur Wiederherstellung einer beschädigten Myelinscheide verloren geht. Die Gabe von Cholesterol-Transportern wie Apolipoprotein E führte hingegen dazu, dass die chronische Entzündung zurückging und die Myelinscheiden sich regenerierten. Die Forscher wollen nun ausloten, inwiefern sich dieser Mechanismus therapeutisch für MS-Patienten nutzen lässt. /

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