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ARZNEISTOFFE

Anagrelid|Xagrid®|16|2005

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STOFFGRUPPE
16 Antihämorrhagika (Antifibrinolytika und andere Hämostatika)
WIRKSTOFF
Anagrelid
FERTIGARZNEIMITTEL
Xagrid®
HERSTELLER

Shire

MARKTEINFÜHRUNG (D)
01/2005
DARREICHUNGSFORM

0,5 mg Hartkapseln

Indikationen

Xagrid ist angezeigt bei Risikopatienten mit essenzieller Thrombozythämie (ET), wenn diese ihre bisherige Therapie nicht vertragen oder nicht ausreichend darauf ansprechen. Bei ET-Risikopatienten trifft mindestens eines der drei Merkmale zu: Alter > 60 Jahre, Thrombozytenzahl > 1000 x 109/l und/oder thrombohämorrhagische Ereignisse in der Vorgeschichte.

Wirkmechanismus

Anagrelid, ein Imidazo-Chinazolin-Derivat, senkt die erhöhte Thrombozytenzahl, indem es die Megakaryozytenreifung hemmt. Blutplättchen (Thrombozyten) entstehen durch zytoplasmatische Abschnürung aus den Megakaryozyten. Sie haben keinen Zellkern und sind die kleinsten und kurzlebigsten Blutzellen (Lebensdauer 8 bis 10 Tage). Ihre Zahl beträgt normalerweise 150 bis 300 x 109/l Blut; bei Werten unter dem unteren Grenzwert spricht man von Thrombozytopenie. Bei Werten über 400 x 109/l kommt es gehäuft zu mikrovaskulären Thrombosen. Bei Blutwerten über 1000 x 109/l treten wiederholte Hämorrhagien auf.

 

Wie Anagrelid genau wirkt, ist nicht bekannt. Es scheint in die späte, postmitotische Phase der Megakaryozyten-Entwicklung einzugreifen und deren Reifung, Größe und Ploidie (Chromosomenzahl) zu beeinflussen. Ebenso inhibiert es die Phosphodiesterase-III, was zu erhöhten Spiegeln an cyclischem Adenosinmonophosphat (cAMP) in den Blutplättchen führt. In höheren Dosen hemmt Anagrelid auch deren Aggregation, wofür es ursprünglich entwickelt wurde. Der Arzneistoff wirkt thrombozytenselektiv und beeinflusste in Studien nicht die Bildung weißer und roter Blutkörperchen.

Anwendungsweise und -hinweise

Die empfohlene Startdosis von Anagrelid beträgt 1 mg/Tag, verteilt auf zwei Gaben à 0,5 mg. Nach einer Woche wird die Dosis individuell so eingestellt, dass die Thrombozytenzahl konstant unter 600 x 109/l liegt (Idealwert zwischen 150 bis 400 x 109/l). Die maximale Einzeldosis beträgt 2,5 mg. Setzt man das Medikament ab, steigen die Plättchenzahlen innerhalb von 10 bis 14 Tagen wieder auf ihren Ausgangswert.

Wichtige Wechselwirkungen

Anagrelid wird vorwiegend über das Cytochrom-P450-Isoenzym CYP1A2 metabolisiert  und hemmt dieses schwach. Es hemmt außerdem die Phosphodiesterase PDE III. Klinisch relevante Wechselwirkungen wurden diesbezüglich jedoch bisher nicht beobachtet. Anagrelid könnte jedoch die Wirkung anderer Arzneimittel, die die Thrombozytenfunktion hemmen oder modifizieren, verstärken. Bei einigen Patienten, die gleichzeitig mit Anagrelid und ASS behandelt worden waren, kam es zu schwerwiegenden Blutungen. Anagrelid kann möglicherweise bei manchen Patienten zu Darmstörungen führen und so die Wirkung oraler Kontrazeptiva beeinträchtigen.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen in Studien zu Anagrelid waren Kopfschmerzen, Herzklopfen, Flüssigkeitsretention, Übelkeit und Durchfall.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Patienten mit mittelgradiger oder schwerer Leberschädigung und/oder mittelgradiger oder schwerer Nierenschädigung dürfen nicht mit Anagrelid behandelt werden. Das Blutbild des Patienten sowie Leber- und Nierenwerte müssen engmaschig überwacht werden. Da Anagrelid vasodilatierend und positiv inotrop wirkt, ist bei herzkranken Menschen Vorsicht geboten.

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe ist das Arzneimittel kontraindiziert.

Studien

In vier offenen klinischen Studien zu Anagrelid mit mehr als 4000 Patienten mit myeloproliferativen Erkrankungen betrug die Zeit bis zum vollständigen Ansprechen – definiert als Senkung der Thrombozytenzahl auf unter 600 x 109/l oder als Halbierung des Ausgangswerts – vier bis zwölf Wochen. Ob die Patienten auch weniger thrombohämorrhagische Komplikationen erleiden, muss noch nachgewiesen werden.

Hintergrundinfos

Die essenzielle Thrombozythämie (ET) ist eine gutartige myeloproliferative Erkrankung mit einer ständig erhöhten Plättchenzahl über 400 x 109/l. Betroffen sind häufig Patienten über 50 Jahren, die meisten haben zum Zeitpunkt der Diagnose keine Beschwerden. Andere erleiden hämorrhagische und thrombotische Erkrankungen wie transiente ischämische Attacken (TIA), Schlaganfall und Thrombosen der kleinen Gefäßen. Sehr selten entwickelt sich eine akute Leukämie.

Besonderheiten

Bei der Lagerung von Xagrid sind keine besonderen Bedingungen einzuhalten.
Xagrid ist verschreibungspflichtig.

Formeln

Anagrelid

Anagrelid

Die dreidimensionale Strukturformel können Sie mit einem kostenlosen Zusatzprogramm aus dem Internet, zum Beispiel , ansehen (externer Link).

anagrelid.wrl

Weitere Hinweise

Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Anagrelid behandelt werden, sollten eine Schwangerschaft zuverlässig verhüten. Die Anwendung von Anagrelid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen.

Letzte Aktualisierung: 25.02.2016

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